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Der "Coucou" von Pantenier,
meteorologischer Drachen, von Pierre Maziere
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Der Coucou ist das Nachfolgemodell des "Planophone", einem Drachen zur drahtlosen Telegraphie. Dieser Name ist nicht von dem Vogel abgeleitet. Die Flieger des 1. Weltkrieges nannten so ihre Flugzeuge, und Flugzeugform hat dieser Drachen.

Nach Pantenier wurden die Coucous für meteorologische Messungen in großen Höhen entwickelt, ebenso zum Zielschießen für die Marine. Dieser Drachen ist einsetzbar in Winden von 3-15m/sec und entwickelt einen Zug von 20kg. Ein Photo zeigt den Start von zwei Coucou am meteorologischen Observatorium in Trappes.

Ein Katalog von 1955 zeigt sieben verschiedene Größen, aber es gab sicher noch andere, da ich auf einem Flohmarkt einen Drachen kaufte, der zwischen dem Modell I und II steht.

Pantenier schätzt, dass der Coucou einer seiner besten Entwürfe war und baute auch eine Variante, indem er, ähnlich dem Wasseige, zwei Blöcke zu je drei Dreickszellen unter die Tragfläche setzt.
 
Der wiedergegebene Plan basiert auf dem Katalogmodell 7. Die Grundmaße kommen aus dem Katalog, alle anderen sind interpoliert. Die Konstruktionsdetails habe ich mir bei dem Modell vom Flohmarkt abgeschaut.
Die Konstruktion

Materialien
Diejenigen, deren Tastempfindlickeit durch eine sehr strenge Erziehung vernichtet wurde können Stäbe aus GFK oder CFK und Spinnakernylon verwenden. Die anderen werden natürlich Baumwolle und Bambus verwenden. Man toleriert auch diejenigen, die nicht in der Nähe eines Gartenbedarfscenters wohnen und für die der Kauf von Bambus schwierig ist und die dann Ramin als Ersatz nehmen.
Die Zellen
Die drei übereinander angeordneten Zellen sind identisch und bestehen aus Rechtecken, deren lange Seite gesäumt ist Die zwei kurzen Seiten werden zum Schluß zusammengenäht und formen eine Stabtasche, in der der zentrale Längsstab läuft (Fig. 3). Jede Zelle stellt ein auf allen Seiten gleich großes Dreieck dar.
Die Flügel
Der vordere Teil der Flügel hat die Form eines Dreieckes und die hintere Partie die eines Viertelkreises, der ans Dreieck angesetzt ist (Fig.1). Es ist notwendig, dass die webrichtung des Stoffes links und rechts gleich ist. Es ist wünschenswert, den Stoff für den rechten und linken Flügel sorgfältig aufeinander zu legen und zusammen auszuschneiden, nachdem sie mit vielen Stecknadeln fixiert wurden. Ich wasche und bügele den Stoff und schneide dann am liebsten auf Auslegware, auf der der Stoff nur wenig rutscht. Die Säume werden durch zweifaches Falten des Stoffes gebildet. Faltet man dreifach, klappt´s mit der Rundung nicht mehr. Die Leitkante wird mit einer Faltung des Stoffes nach oben und einem Band auf der Unterseite verstärkt. Die Stabtaschen sind aus Köperband von 40mm Breite geformt. Die Verbindung von Flügeln und Zellen geschieht durch eine einfache Naht ohne jede Verstärkung. (Fig.2)
Gestänge und Waage
Der große Querstab besteht aus 20mm Bambus, besteht aus zwei teilen, deren Enden eingepasst werden in eine Metallmuffe. Der kleine Querstab und die Längstäbe bestehen aus 15mm Bambus. Ersatzweise kann 14er und 12er Ramin verwendet werden.
Die Waage ist am unteren Längsstab befestigt und läuft von der Vorderkante der ersten Zelle bis zur Vorderkante der letzten Zelle. Pantenier sah an diesen Waagepunkten Messingringe vor, die um den Längsstab laufen. Die Verbindung der Waageschnur und diesen Ringen kann man mit jenem schönen Knoten herstellen, der einem Handbuch der Militärluftschiffer entnommen ist, bei denen Pantenier während des 1 Weltkrieges Dienst leistete.
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